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Prüfungstermine Rechtsanwaltsfachangestellte
Abschlussprüfung:

2021 II: 15./16.06.2021

Zwischenprüfung:

26. November 2021

 

3w-azubi.de

Die Ausbildungsinitiative der Rechtsanwaltskammer.

Wissenswertes rund um den Beruf
der Rechtsanwaltsfach-
angestellten (m/w/d).

 

Ausbildungsablauf

Die Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten dauert in der Regel 3 Jahre und endet grundsätzlich mit dem Tag des Bestehens der mündlichen Prüfung bzw. der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses. Neben der praktischen Ausbildung in der Kanzlei steht an 1 – 2 Tagen in der Woche auch der Besuch in der örtlichen Berufsschule an.

Die aktuellen Ausbildungsformulare - Ausbildungsvertrag, Merkblatt zum Ausbildungsvertrag, Verschwiegenheitsverpflichtung - stehen auf der Website der Bundesrechtsanwaltskammer zum Download und weiteren Verwendung zur Verfügung.

Wir weisen bereits jetzt darauf hin, dass die Geschäftsstelle der Rechtsanwaltskammer Nürnberg aktuell das DATEV-Programm "Ausbildungsvertrag online" testet. Mit der Anwendung können in Kürze Ausbildungsverträge nach einmaliger, kostenloser Anmeldung online ausgefüllt werden. Die Anwendung kontrolliert automatisch die korrekte und vollständige Eingabe der erforderlichen Daten und weist sofort auf mögliche Fehler der Eingabe hin. Wenn die Kanzleidaten einmal eingetragen sind, können diese für künftige Ausbildungsverträge genutzt werden und müssen nicht erneut eingegeben werden. Nach Abschluss der Eintragung kann der Berufsausbildungsvertrag vollständig ausgefüllt ausgedruckt werden und muss nur noch durch die Vertragsparteien unterzeichnet werden. Nach Übersendung der Daten kann mit der Anwendung zudem der Status der Eintragung des Ausbildungsvertrags in die Ausbildungsrolle abgefragt werden. Sobald die Testphase abgeschlossen ist, wird an dieser Stelle der entsprechende Link zur Anwendung eingestellt werden. Weitere Informationen zum Ausbildungsvertrag online werden wir auch in einer der nächsten WIR veröffentlichen.

Die Ausbildung kann gem. § 8 Abs. 1 BBiG unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden. Beispiele hierfür sind:

  • Fachhochschulreife oder Hochschulreife (bis zu 12 Monate)
  • Realschul- oder gleichwertigem Abschluss (bis zu 6 Monate)
  • Auszubildenden über 21 Jahre (bis zu 12 Monate)
  • abgeschlossener Berufsausbildung (bis zu 12 Monate)

Nähere Informationen finden Sie im Merkblatt Verkürzung.

Ausnahmsweise kann die Ausbildungszeit verlängert werden, wenn dies erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Als Ausnahmegründe sind z.B. anzusehen: erkennbare, schwere Mängel in der Ausbildung, längere vom Auszubildenden nicht zu vertretende Ausfallzeiten, sowie körperliche, geistige oder seelische Behinderungen des Auszubildenden.

Teilzeitausbildungen sind seit dem 01.01.2020 auch ohne besondere Begründung auf Antrag möglich. Die Ausbildungszeit wird jedoch entsprechend der Teilzeit verlängert, maximal jedoch auf einen Zeitraum von viereinhalb Jahren. Alle Informationen hierzu finden Sie im Ratgeber des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Thema Teilzeitausbildung.

Während der Ausbildung besteht Berufsschulpflicht (Art. 39 BayEUG). Auszubildende müssen rechtzeitig bei der zuständigen Berufsschule angemeldet werden, damit die Klasseneinteilung erfolgen kann.

Die ReNoPat-Ausbildungsverordnung und der Ausbildungsrahmenplan wurden geändert. Sie finden Anwendung für alle Ausbildungsverhältnisse, die nach dem 01.08.2015 begonnen haben. Für alle Ausbildungsverhältnisse, die vor dem 01.08.2015 bestanden haben, gelten die alten Regelungen und die alte Prüfungsordnung. Sie können nach der neuen Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren und noch keine Zwischenprüfung abgelegt wurde.

Ausbildungsvergütung

Nach § 17 Abs. 1 BBiG haben Ausbildende den Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Nürnberg hat beschlossen, folgende Empfehlungen zur Angemessenheit der Höhe der Ausbildungsvergütung auszusprechen:

Ausbildungsverträge, die ab dem 01.01.2021 begonnen werden:

  1. Ausbildungsjahr:          650,00 €
  2. Ausbildungsjahr:          750,00 €
  3. Ausbildungsjahr:          850,00 €

Ungeachtet der vorstehenden Empfehlung des Vorstands kann wegen Unangemessenheit  der Vergütung kein Eintragung im Ausbildungsverzeichnis erfolgen, wenn folgende gesetzliche Mindestvergütungen unterschritten werden:

Ausbildungsverträge, die im Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 begonnen werden:

  1. Ausbildungsjahr:          550,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 1 b) BBiG)
  2. Ausbildungsjahr:          649,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 2 BBiG)
  3. Ausbildungsjahr:          743,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 3 BBiG)

Ausbildungsverträge, die im Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 begonnen werden:

  1. Ausbildungsjahr:          585,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 1 c) BBiG)
  2. Ausbildungsjahr:          690,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 2 BBiG)
  3. Ausbildungsjahr:          790,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 3 BBiG)