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Kammermitteilung WIR 4/2021

beA – Die aktive Nutzungspflicht steht vor der Tür

Regelmäßige Fortbildung

Corona: Hinweis zur Fortbildungspflicht gem. § 15 FAO

Veranstalter von Fortbildungsseminaren haben zahlreiche geplante Präsenzseminare abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Ungeachtet dessen besteht die Fortbildungspflicht nach § 15 FAO auch für das Kalenderjahr 2021 uneingeschränkt fort.

Zur Erfüllung Ihrer Fortbildungspflicht haben Sie neben den Präsenzseminaren insbesondere die Möglichkeit der zeitlich unbegrenzten Teilnahme an Online-Seminaren i.S.d. § 15 Abs. 2 FAO. Bis zu fünf Zeitstunden je Kalenderjahr können nach § 15 Abs. 4 FAO auch im Wege des Selbststudiums erbracht werden. Zudem kann der Fortbildungspflicht durch wissenschaftliche Publikationen auf dem jeweiligen Fachgebiet nachgekommen werden. Diese Fortbildungsmöglichkeiten stehen Ihnen ungeachtet der Corona-Pandemie stets zur Verfügung.


Mit der Kooperation der RAK Nürnberg mit dem DAI können Kammermitglieder und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem ermäßigten Kostenbeitrag auf das eLearning-Angebot des DAI zugreifen.



Fortbildungspflicht gemäß § 15 FAO

Wer Fachanwalt werden will oder bereits ist muss sich regelmäßig fortbilden.

Wird der Antrag auf Verleihung der Fachanwaltschaft nicht in dem Kalenderjahr gestellt, in dem der Lehrgang begonnen hat, ist ab diesem Jahr Fortbildung in Art und Umfang von § 15 FAO nachzuweisen. Lehrgangszeiten werden angerechnet. Bitte senden Sie Ihre Fortbildungsnachweise erst mit Antragstellung! Vorher eingehende Nachweise können nicht zugeordnet oder aufbewahrt werden.

Wer eine Fachanwaltsbezeichnung führt, muss kalenderjährlich auf diesem Gebiet wissenschaftlich publizieren oder an anwaltlichen Fortbildungsveranstaltungen hörend oder dozierend teilnehmen. Die hörende Teilnahme setzt eine anwaltsorientierte oder interdisziplinäre Veranstaltung voraus.

Die Gesamtdauer der Fortbildung darf je Fachgebiet 15 Zeitstunden nicht unterschreiten, § 15 Abs. 3 FAO.

Bis zu fünf Zeitstunden können im Wege des Selbststudiums absolviert werden, sofern eine Lernerfolgskontrolle erfolgt, § 15 Abs. 4 FAO.

Bei Fortbildungsveranstaltungen, die nicht in Präsenzform durchgeführt werden, muss die Möglichkeit der Interaktion des Referenten mit den Teilnehmern sowie der Teilnehmer untereinander während der Dauer der Fortbildungsveranstaltung sichergestellt sein und der Nachweis der durchgängigen Teilnahme erbracht werden, § 15 Abs. 2 FAO.

Die Erfüllung der Fortbildungspflicht ist der Rechtsanwaltskammer bis zum Ende des Kalenderjahres unaufgefordert nachzuweisen, § 15 Abs. 5 FAO. Wir empfehlen hierzu die Nutzung unseres Übersendungsformulars.
 

Bitte helfen Sie uns den Verwaltungsaufwand zu reduzieren:
  • Gerne können Sie uns die Nachweise per Email oder beA senden!
  • Übersenden Sie uns die Nachweise bitte nicht doppelt (vorab per Fax oder per Email und per Post oder beA)
  • Übersenden Sie alle Nachweis für ein Kalenderjahr möglichst gesammelt

Wir benötigen in der Regel keine Originale und können diese nicht zurücksenden. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.

Weitere Hinweise zur Einreichung der Fortbildungsnachweise:

  • Der Nachweis der Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung kann nur durch Teilnahme-/Dozentenbescheinigungen erfolgen – die bloße Übersendung von Inhaltsverzeichnissen, Seminarprogrammen, Einladungen o.ä. ist als Nachweis nicht ausreichend. Aus der Bescheinigung müssen der Name des Veranstalters, Ort und Zeit sowie die Themen der Veranstaltung und die Nettovortragszeit erkennbar sein.
  • Bei einem Nachweis für eine publizierende Tätigkeit bitten wir bei größeren Werken um eine Übersendung zumindest des Inhaltsverzeichnisses, aus dem sich auch die Autorentätigkeit ersehen lässt, bei Aufsätzen bitten wir um vollständige Übersendung.
  • Bei dozierender Tätigkeit sollte – sofern sich nicht aus einer Dozentenbestätigung die behandelten Themen erkennen lassen – die Vorlage eines Skripts bzw. einer Inhaltsübersicht zum gehaltenen Vortrag erfolgen. Wir weisen darauf hin, dass nach § 15 Abs. 1 S. 3 FAO auch Vorbereitungszeiten als Nachweis der Fortbildung berücksichtigt werden können.
  • Eine Doppelverwertung von Seminaren für mehere geführte Fachanwaltsbezeichnungen ist grundsätzlich unzulässig, eine Aufteilung der Zeitstunden auf mehrere Fachgebiete ist möglich (BGH, Beschluss v. 28.10.2019 – AnwZ (Brfg) 14/19).